Algen als Nahrungsmittel: für Menschen und Tiere
Das DREVO-Projekt betrachtet Algen als mehr als nur Dünger. Einige Arten können als Nahrungsquelle, Futterzusatz und Quelle organischer Substanz für die anschließende Kompostierung dienen. Der wichtigste Grundsatz ist, Algen nur schonend zu ernten, die Salzzufuhr zu kontrollieren und sie nicht als alleinige Nahrungsquelle zu verwenden.

Marine Bioressourcen
Was ist am sichersten zu verwenden?
Für den Menschen kommen vor allem Grün- und Rotalgen infrage: Ulva, Gracilaria, Gelidium und Porphyra. Braunalgen sind zwar nützlich, erfordern aber aufgrund ihres Jod- und Mineralstoffgehalts Vorsicht.

Gracilaria und verwandte Rotalgen eignen sich für Lebensmittel- und Agar-Anwendungen.

Braunalgen sind als Zusatzstoff akzeptabel, jedoch ist eine Dosierungskontrolle erforderlich.
Für Menschen
Diese Arten können als sicherste Grundlage betrachtet werden, vorausgesetzt, der Sammelort ist sauber, gewaschen und qualitätsgeprüft.
| Sicht | Lateinischer Name | Typ | Anleitung zur Verwendung |
|---|---|---|---|
| Meeresfrüchtesalat | Ulva-Salat | Grün | Salate, Trocknen, Zusatzstoffe |
| Enteromorpha | Darm Ulva | Grün | Suppen, Zusatzstoffe, Trockenmasse |
| Gracilaria | Gracilaria spp. | Rot | Agar, Lebensmittelprodukt, Kompostrest |
| Kalt | Gelidium spp. | Rot | Agar, begrenzte Verwendung in Lebensmitteln |
| Porphyra / Gänge | Porphyra spp. | Rot | getrocknetes Lebensmittelprodukt in Gegenwart von Kultur |
Praktische Schlussfolgerung: Für die Verwendung als Nahrungsmittel sollten zuerst Ulva und Gracilaria ausgewählt und alle Reste dem Kompost zugeführt werden.
Bedingt Lebensmittelzusatzstoffe
Braunalgen sind zwar eine wertvolle Mineralstoffquelle, sollten aber nicht unkontrolliert genutzt werden. Sie sind nur in kleinen Mengen und nach Untersuchung des Fundorts für den menschlichen Verzehr geeignet.

Fucus: ein Mineralstoffpräparat, kein Grundnahrungsmittel.

Ascophyllum: wird am häufigsten als Zusatzstoff und Rohstoff für Biostimulanzien verwendet.
| Sicht | Lateinischer Name | Typ | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Fucus | Fucus spp. | braun | viel Jod, sorgfältige Dosierung erforderlich |
| Ascophyllum | Ascophyllum nodosum | braun | Zusatzstoffe, Biostimulanzien, Kompost |
| Sargassum | Sargassum spp. | braun | wertvoll für Mineralien, erfordert aber Kontrolle |
Für Tiere
Die Ausbringung des Futters ist besonders vorteilhaft für Ziegen, Schafe und andere Nutztiere im Pilotsystem. Die Algen liefern Mineralien, fördern die Tiergesundheit und führen Reststoffe dem Bodenkreislauf wieder zu.

Braunalgen als Rohstoff für mineralische Futtermittelzusätze.

Gebrauchsfertiger Futterzusatz auf Algenbasis.
| Sicht | Lateinischer Name | Typ | Für wen |
|---|---|---|---|
| Sargassum | Sargassum spp. | braun | Ziegen, Schafe, Futtermittelzusatz |
| Seetang | Laminaria spp. | braun | Rinder, Mineralergänzung |
| Fucus | Fucus spp. | braun | Nahrungsergänzungsmittel zur Dosierungskontrolle |
| Turbinaria | Turbinaria spp. | braun | Futter und Kompost |
| Ulva | Ulva spp. | Grün | universell: Menschen, Tiere, Kompost |
Die besten Allrounder
| Sicht | Lateinischer Name | Verwendung |
|---|---|---|
| Ulva | Ulva spp. | Menschen, Tiere, Kompost, Flüssigdünger |
| Gracilaria | Gracilaria spp. | Menschen, Kompost, Struktur organischer Substanz |
| Sargassum | Sargassum spp. | Tiere, Kompost, Mineralien |
| Algen | Fucus spp. | Zusatzstoffe, Kompost, Biostimulanzien |
Sicherheitsregeln
Salz: Algen müssen vor der Verwendung gewaschen oder getrocknet werden.
Umweltverschmutzung: Rohstoffe dürfen nicht in der Nähe von Häfen, städtischen Abwasserkanälen und stark frequentierten Schifffahrtsgebieten gelagert werden.
Dosierung: Braunalgen sollten aufgrund des Jodgehalts und der hohen Konzentration an anderen Substanzen nur in kleinen Mengen verwendet werden.
Kreislauf: Lebensmittel- und Futterreste werden dem Kompost zugeführt, anstatt weggeworfen zu werden.
Das ideale Schema für DREVO ist: Algen → Lebensmittel oder Futtermittel → Küchenabfälle → Kompost → Erde → Pflanzen.
Praktische Schlussfolgerung
Ulva und Gracilaria eignen sich am besten als Ausgangsarten für die Nahrungsmittelproduktion. Sargassum, Laminaria, Fucus und Ascophyllum sind besser für Tierfutter, Kompost und Mineralstoffzusätze geeignet. Im Sinne dieses Konzepts entsteht ein geschlossener Kreislauf für die Nutzung mariner Bioressourcen.